Unsere WoMo-Fahrten im Sommer 2020

  1. Grado - Villanova - Nassfeld

2. Kölnbreinsperre und Königsstuhl

3. Soboth und Erzberg

4. Krimml - Gerlos - Schlegeis - Tuxer Gletscher - Kufstein - Wattens

 

1. Grado - Villanova - Nassfeld
Freitag, 17. Juli
Gegen Mittag machten wir uns auf die Reise, der Stellplatz in Grado war unser Ziel. Wolken wechselten sich mit Sonnenschein bei gutem Wind für ca. 20 Kitesurfer ab - der Strand ist nicht nur wegen Corona ziemlich leer, auch das richtige Badewetter fehlt. Wir machen einen Spaziergang in die Altstadt von Grado samt Einkehrschwung in eine Pizzeria.  Aber Drohne fliegen geht immer ....

Samstag, 18. Juli
Sonnig und warm, auch ziemlicher Betrieb am Strand, viele Liegestühle sind besetzt und auch der Stellplatz ist gut besucht: 53 Wohnmobile zähle ich. Wir spazieren gut 2 Stunden am Strand entlang, dann machen wir uns zu Mittag wie geplant auf die Weiterreise, wir wollen zu den Forellen von Villanova bei San Daniele.

 

Sehr viele Sonnenblumenfelder begleiteten uns von Udine durch das "Hinterland" nach Villanova, bei den Fischteichen ist wenig bis gar nichts los, auch die Fische haben keine richtige Lust ... Es dauert ein Weilchen, aber dann geht doch noch der Griller in Betrieb, die Lachsforellen schmecken ausgezeichnet.

Gegen Abend dann noch ein Spaziergang zum ziemlich mickrig fließenden Tagliamento, das wars dann für heute.

Sonntag, 19. Juli
Über die Bundesstraße fahren wir bis Pontebba, dort biegen wir links ab und fahren über den Passo Pramollo (Nassfeld, 1530 m) zur Talstation vom Gartnerkofellift, es ist sehr sonnig, da wollen wir uns den doch langen Weg hinauf nicht antun. Von der Bergstation spazieren wir den steilen Weg beim FIS-Lift hinauf und erfreuen uns an dem wunderschönen Panorama. Plötzlich packt mich die Lust, den Gartnerkofel (2.154 m) zu besteigen, Brigitte und Rosa spazieren zurück zur Sonnenterrasse bei der Berghex, wo sie auf meine Rückkehr warten.

 

Gut eine Stunde (30 Minuten zum Gipfel, 20 Minuten am Gipfel, 30 Minuten zur Berghex) später bin ich wieder zurück, ich war nicht der einzige Gipfelstürmer. Wir fuhren von der Talstation zurück über die Grenze ins wohnmobilfreundliche Italien uns stellten uns ans Ufer des Sees, am Abend waren wir 4 Mobilisten, die das echt schöne Panorama genossen. So wie die Pizza bei Livio ...

 

Montag, 20. Juli
Wolkenlos und warm, Frühstück im Freien. Wir wanderten zur Tressdorfer Alm, wo wir die Schaukäserei besuchten und uns mit eine paar Köstlichkeiten eindeckten. Zurück ging es über den Klettergarten bei der Milleniumbahn und Madritschen,  ca. 5 Stunden waren wir bei Sommerwetter unterwegs und nicht nur wir kühlten im klaren Gebirgswasser ab - und die Jause im WoMo schmeckte ausgezeichnet.

Dienstag, 21. Juli
Wenig Sonne, viel Wolken - die Heimfahrt nach 4 tollen Tagen fiel uns dadurch leichter. Und wenn das Wetter passt, starten wir demnächst zu einer weiteren Kurzreise.

2. Kölnbreinsperre und Königsstuhl
Montag, 27. Juli
Gegen Mittag treffen wir uns mit Carmen und Ewald bei der Fa. Grubinger und starten zur Kölnbreinsperre. Alle PKW-Parkplätze direkt bei der Mauer sind voll, auch "um die Kurve" zur Kölnbreinhütte sind fast alle Parkplätze besetzt, aber wir haben noch 2 Platzerln gefunden, unsere WoMo's sind ja doch 7 bzw. 7,5 Meter lang ...
Nach einem sehr guten und preiswerten Spätmittag-Essen erkunden wir die imposante Staumauer, dann begleitet mich Ewald zum Drohnenfliegen. Gegen Abend kehren wir nochmals in der Kölnbreinhütte ein.

Dienstag, 28. Juli
Heute steht die Wanderung zur Osnabrücker Hütte am Programm, 8 km den Stausee entlang, eine 2stündige Genusswanderung. Nach einer Mittagspause in der Hütte samt Drohnenflug geht es in knapp 2 Stunden wieder zurück zum Parkplatz. Die Fleischnudel in der Kölnbreinhütte waren 1A.

Am Abend zogen dunkle Wolken auf und in der Nacht regnete es teilweise recht fest, aber alles ohne Blitz und Donner.

Mittwoch, 29. Juli
Carmen und Ewald sind gestern wieder gefahren, wir machen uns bei Postkartenwetter nach dem Frühstück auf die Weiterfahrt, wir wollen über die Nockalmstraße fahren. Am Scheitelpunkt parken wir ein, dann wandern wir eineinhalb Stunden auf den Königsstuhl (2.360 m). Herrliches Wetter, nur ein paar Wolken am Himmel. Und deren Schatten ist beim Wandern recht angenehm. Am Gipfel packe ich wieder die Drohne aus, dann spazieren wir wieder retour. Es sind viele Wanderer unterwegs, auch Kühe stehen herum, teilweise mitten am Weg. Zur Sicherheit hab ich Rosa bei diesen Stellen getragen.

Gegen 17 Uhr landen wir in Feldkirchen bei der Eisdiele IL GELATO, es ist sehr heiß und richtig drückend schwül bei 34 Grad. Wie angenehm ist es doch bei 10 bis 15 Grad weniger im Gebirge ... Kilometer bei dieser Fahrt: 225

3. Soboth und Erzberg
Donnerstag, 6. August
Das Sauwetter der letzten Tage scheint vorbei zu sein, deshalb starten wir am Vormittag zum Stausee (1.076 m) auf die Soboth. Unsere Meinung, dass wir da "relativ" einsam stehen werden, war natürlich falsch. Viele Steirer haben die Schlechtwettertage ausgeharrt und fast alle Stellplätze (neuerdings 15,- Euro pro Nacht) sind besetzt. Fast alle - eine Lücke direkt am Ufer ist noch frei. Wir genießen die Sonne und lassen den Tag mit Nixtun ausklingen. Brigitte bringt von ihrer abendlichen Gassirunde einige Eierschwammerln mit, die Nachbarn waren etwas länger unterwegs und haben ziemlich viele gefunden. Und ein Schmetterling suchte Schatten bei unserer Markise ....

Freitag, 7. August
Sehr sonnig und sehr warm. Unsere Programm für heute ist, durch den Wald bis in die Ortschaft Soboth zu wandern und wenn möglich, auch ein paar Eierschwammerln zu "ernten". Rückblickend gesagt, war es eine gute Ernte. Und die einzelnen Häuser bzw. einsamen Bauernhöfe im Wald sind sehenswert. Knappe 3 Stunden waren wir für die ca. 4,5 km unterwegs, das Mittagessen in Soboth war ausgezeichnet. Auch am Rückweg fanden wir noch einige Eierschwammerln, wir haben genug für sicherlich 3mal essen gefunden.

Knappe 30 Grad hat es noch gegen Abend, erst als die Sonne unterging, sank auch die Temperatur.

Samstag, 8. August
Heute wechseln wir den Standort, für 14 Uhr habe ich eine Haulyfahrt am steirischen Erzberg gebucht. Auch der dortige Stellplatz ist gut besucht, viele Touristen sind zum Wandern und Radfahren hier, auch bei den Bergwerkführungen sind viele Teilnehmer dabei, die 54 Sitzplätze pro Führung auf dem Riesen-LKW sind alle ausgebucht, alle Teilnehmer halten sich brav an die verordnete Maskenpflicht. Hauly I und II sind zwei umgebaute 860-PS-Riesen mit Aussichtsplattform, es geht mitten in den Tagbau hinein. Entlang der Etagen des Erzberges sieht man, wie Erzabbau mit Schwerlastkraftwagen (ca. 100 Tonnen Nutzlast) und Radladern (ca. 20 m³ pro Baggerschaufel) funktioniert. Die Fahrt dauert eine knappe Stunde.

Gegen Abend machen wir nur noch einen kurzen Spaziergang, auch in Eisenerz (736 m Seehöhe) ist es sehr warm und der heiße Asphalt für Hundepfoten eher ungut. Gar nicht ungut war unser Abendessen ...

Sonntag, 9. August
Gestern Abend hat uns eine Einheimische einen Besuch der Eisenerzer Ramsau empfohlen. 7 km außerhalb von Eisenerz befindet sich das nordische Zentrum, viele Wanderwege in der Umgebung laden zu Aktivitäten ein - wenn es nicht so heiß ist, wie heute. Wir beschränken uns auf eine gut einstündige Wanderung zum Fuße der beiden markanten Berge Kaiserschild und Hochkogel. Beide Berge sind nichts für Touristen wie uns, deshalb schauen wir nur zum Gipfel hinauf.

Nach einer Besichtigung der Sprunganlage machten wir uns wieder auf die Heimreise, ein verspätetes Mittagessen gab es in Neumarkt am Fuße des Perchauer Sattel im empfehlenswerten Gasthaus "zum Bräuer".


4. Krimml - Gerlos - Schlegeis - Tuxer Gletscher - Kufstein - Wattens
Mittwoch, 2.9.
Das Schlechtwetter sollte jetzt einige Tage Pause machen, deshalb fahren auch wir los: Erstes Ziel ist Krimml, wir wollen die unvollendete Besichtigung von 2017 zum Abschluss bringen und auch den dritten und obersten Wasserfall aus der Nähe besichtigen. Die Krimmler Fälle in Salzburg sind mit einer gesamten Fallhöhe von 385 m die höchsten Fälle Österreichs.
Wir stellen uns auf den Parkplatz 1, der besonders für Wohnmobile geeignet ist und auch über Nacht benutzt werden kann. Bei tief hängenden Wolken gingen wir los, natürlich die Knirpse im Rucksack. Die ersten zwei Fälle sind schon spektakulär genug, aber der wildeste ist doch der dritte Wasserfall. Irre, welche Mengen Wasser da in die Tiefe stürzen. Beim Aussichtspunkt BERGERBLICK wurde ich schon vor gut 50 Jahren fotografiert! Und am Rückweg ins Tal kamen auch die Wasser von oben - zuerst nur zaghaft, denn fester, die letzten paar 100 m schüttete es so richtig - bis am Abend und dann auch noch in der Nacht.

Donnerstag, 3.9.
Freundliches Wetter für die Weiterfahrt über den Gerlospass zum Durlassboden (Stausee). Auch hier haben wir noch was zu vollenden, sind wir 2017 ja nur bis zur ersten (bewirtschafteten) Hütte gekommen (war aber nicht unsere Schuld ;-)), anstatt den See zu umrunden. Also passiert es heute. 11,5 km und 3 Stunden lang ist der sehr schöne Rundwanderweg um den See, es waren viele Leute bei noch mehr Sonnenschein unterwegs.

Durch das landschaftlich sehr schöne Gerlostal fuhren wir dann bis nach Hollenzen, 2 km vor Mayrhofen im Zillertal, wo wir uns auf den Stellplatz bei der Flugschule Zillertal stellten. Der Platz kostet 10 Euro, in der Bruggerstube gleich daneben isst man sehr gut.
Freitag, 4.9.
Wolkenlos und schon in der Früh sehr warm. Heutiges Ziel ist der SCHLEGEIS-Stausee, 23 km von Mayrhofen entfernt. Laut Internet ist die Auffahrt mit dem WoMo wohl gestattet, aber es wird davon abgeraten, weil die Anzahl der geeigneten Parkplätze begrenzt ist. Wir lassen uns auf nichts ein und fahren mit dem Linienbus hinauf, eine gute Stunde sind wir unterwegs. Alle 60 Sitzplätze sind besetzt, weitere 30 Leute stehen dicht an dicht im Gang. Alle brav mit Maske ....

Die 131 m hohe Staumauer am Schlegeis Stausee ist eine der Zillertaler Sehenswürdigkeiten. Neben vielen tollen Wanderwegen und einer noch tolleren Aussicht bietet das 1800 m hoch gelegene Paradies noch einige andere Möglichkeiten: Flying Fox, Swing und Klettersteig. Da ich ja auch in Kärnten viele Wanderungen machen kann, jedoch das Angebot an Abenteuern der besonderen Art eher eingeschränkt ist, stand mein Plan eigentlich schon vorher fest: Let me swing, let me climb, let me fly. Das Kombiticket kostet mich 82 Euro, der Spaß beginnt mit der Riesenschaukel inkl. abseilen zum Fuße der Staumauer, wo man zwei Möglichkeiten hat, wieder hinauf zu kommen: über den steilen und anstrengenden Fußweg mit vielen Stufen oder am gesicherten Klettersteig durch die überhängende Mauer. Und den Abschluss bildet eine 600 m lange Fahrt mit dem flying Fox. Drei tolle Erlebnisse, wobei der Aufstieg an der Mauer für mich den Platz eins einnimmt, knapp vor der Schaukel. Und wenn Flying Fox schon angeboten wird, warum nicht ...

Den Abschluss unserer Schlegeisfahrt bildete eine kurze Wanderung am Stausee entlang, um 16 Uhr fuhren wir mit dem Bus wieder ins Tal.
Samstag, 5.9.
Wieder Postkartenwetter für die Weiterfahrt ins Tuxer Tal. Ganz am Ende des Tales ist ein riesiger und ziemlich voller Parkplatz,  nicht nur viele Sommerschisportler sind hier. Brigitte hat keine Lust für eine Auffahrt zum Gletscher, also starte ich alleine. Bei der zweiten Zwischenstation in 2.600 m stehen 220 (laut einem stolzen Trucker) Oldie-Traktoren, mehrere sind im Kriechgang und kräftig Rauchzeichen gebend noch auf den letzten Metern unterwegs zum Zielpunkt einer Sternfahrt. Ob die mit ihren uralten Dieselstinkern für eine saubere Umwelt und den Erhalt der Gletscher demonstrierten, fand ich nicht heraus.

 

Bei der Bergstation in 3.250 m führt links ein leichter Klettersteig auf den Nordgipfel der "Gefrorenen Wand" (3.288 m) und 50 Meter unterhalb ist der Eingang in den Natureispalast, eine Art Tropfsteinhöhle im Gletscher. Tropfstein ist eher falsch, richtig wäre Tropfeis. Von der Decke tropft nämlich sehr viel Wasser, aus Seitenspalten rinnt Wasser, das mit Schläuchen nach außen geleitet wird. Einige tolle Eisformationen sind zu sehen und auch eine 100 m lange Kriechfahrt mit dem Schlauchboot in einen Eistunnel gehört zum Erlebnis Eispalast. Solange noch genügend Eis vorhanden ist ....
In einem Tümpel mit Eiswasser trainiert auch Josef Köberl. Er ist Inhaber eines wichtigen Weltrekordes: DES LÄNGSTEN GANZKÖRPERKONTAKTES MIT EIS. Dazu steht er über zwei Stunden in einem Eiskasten, der voller Eiswürfel ist.


Eigentlich wollte ich ja einen Schitag am Gletscher verbringen, aber um 14 Uhr ist Betriebsschluss und für morgen Schlechtwetter angesagt, die Schiausrüstung hat die Reise halt umsonst mitgemacht. Also fuhren wir am späteren Nachmittag weiter nach Kufstein.
Sonntag, 6.9.
Das Wohnmobil bestand die Dichtheitsprüfung in der Nacht ohne Probleme, das Dach ist jetzt auch sauber gewaschen. Gegen Mittag treffen Gabi und Herbert am Stellplatz bei der Kufstein Arena ein und mit dem Schirm in der Hand spazieren wir in die Altstadt und besichtigen das wirklich tolle Schloss Kufstein, machen noch einen Bummel samt Mittagessen durch die Altstadt. Auch ein Einkehrschwung bei der örtlichen Eisdiele durfte nicht fehlen.

Montag, 7.9.
Auch heute hängen die Wolken tief, aber das soll uns beim heutigen Programm nicht stören. In Vomperbach besichtigen wir das am Kopf stehende Haus. Der Giebel ist unten, die Balkontüre ist der Eingang, die Einrichtungsgegenstände sind an der Decke, ebenso das Bidet samt WC. In der Garage baumelt ein VW-Käfer von der Decke. Man geht sozusagen auf der Decke und muss aufpassen, dass man nicht in eine am Boden aufragende Lampe läuft. Eine besondere Herausforderung ist der schiefe Boden, man wackelt richtig durchs Haus, immer an der Wand lang. Ein vergnügliches Erlebnis, nicht nur für Kinder ...

Auf der anderen Straßenseite lädt das Dinomuseum mit diversen Sauriermodellen aus Flummi zur Besichtigung ein.

Nächstes Ziel sind die Kristallwelten in Wattens, wo in mehreren Räumen die tollsten Kreationen aus geschliffenen Kristallglas zu sehen sind: ein Wintermärchen mit einem Kristallbaum, Weltkugeln, Comicfiguren, Schmetterlinge und tausende verschiedene Schmuckstücke. Fast für jeden Geschmack ist etwas dabei. Fast ....

Am Abend sind wir bei Adi in Axams anlässlich seines Geburtstages zu einem Imbiss eingeladen. Parkplatz für die Nacht brauchen wir keinen zu suchen, wir können perfekt bei Adi stehen.

Dienstag, 8.9.
Gabi und Herbert fahren heute weiter nach Vorarlberg, wir wollen in Innsbruck im Restaurant am Berg Isel frühstücken, leider ist das Restaurant jedoch an den coronagefährlichen Tagen Montag und Dienstag geschlossen, ab Mittwoch jedoch ohne Bedenken geöffnet. Na gut, suchen wir uns halt eine Alternative.

Wir fahren auf die Brennerautobahn, machen einen Abstecher bis ins letzte Eck vom Stubaital, dann reisen wir über Bruneck Richtung Österreich. Kurz vor der Grenze gibt es eine tolle Pizza in der Pizzeria Tempele, die Nacht verbringen wir beim Bahnhof in Sillian.

Mittwoch, 9.9.
140 km bis nach Villach sind zu fahren, nach insgesamt 811 km sind wir zu Mittag wieder zu Hause. Und wenn alles passt, machen wir uns nächste Woche auf eine Urlaubsreise, die ein "paar" Tage länger dauern soll ...