Insel PAG

 

Die langgezogene kroatische Insel Pag liegt in der Adria nördlich von Zadar in Norddalmatien, hat eine Länge von 58 Kilometer, ca. 284 Quadratkilometer (fünftgrößte Insel der Adria) mit ungefähr 8.400 Einwohner. Die größten Orte der Insel sind die traditionelle Inselhauptstadt Pag sowie Novalja. Mehrere kleine Ortschaften wie Tovrnele sind ebenfalls einen Besuch wert. Pag ist bekannt für seine teilweise sehr karge, mondähnliche Landschaft sowie den berühmten Pager Käse. Kiesel- und Sandstrände umgeben die Insel und laden zu einem Hotelurlaub bzw. Camping-Aufenthalt ein. Von Villach bis zum Camping Village Simuni  im gleichnamigen Ort sind es 348 km, die Überfahrt mit der Fähre von Prizna dauert 15 Minuten.
Donnerstag, 29.10.
In der Früh gab es eine dichte Hochnebeldecke, am Vormittag schien aber schon wieder die Sonne. Am Camp gibt es kein offenes Geschäft (dafür aber eine Grillinsel im Stonehenge-Look für Selbstversorger), so radle ich ins 2 km entfernte Dorf zum örtlichen Geschäft, Bäckerei gibt es am Camp natürlich auch keine. Gegen Mittag spazieren wir nochmals ins Dorf und machen eine Runde durch den Hafen. Den Nachmittag verbringen wir abwechselnd in der sehr warmen Sonne vor dem WoMo bzw. im Schatten.

 

Freitag, 30.10.
Am späteren Vormittag machen wir uns auf die Wanderung zum höchsten Gipfel der Insel Pag, dem Sv. Vid mit 349 m Höhe. Im 14. Jahrhundert wurde am Gipfel die kleine St. Veitskirche erbaut, die leider aber dem Verfall preis gegeben wurde. Einige Höhenmeter unter der Kirche befindet sich ein riesiges Kreuz aus aufgeschichteten Steinen. Der Weg hinauf ist ziemlich beschwerlich, es geht zwar nicht steil aufwärts, aber dafür über viele Steine und Geröll. Rosa habe ich teilweise über die spitzen Geröllfelder getragen, Brigitte hat die Lust gut 200 m vor dem Gipfel verlassen .... Der Ausblick vom Kircherl ist fantastisch, man sieht fast über die ganze Insel Pag, natürlich auch aufs Festland mit dem mächtigen Velebit-Gebirge.

Der ziemlich warme und sonnige Tag klingt so wie gestern mit einem sehr schönen Sonnenuntergang aus.

Samstag, 31.10.
Das Meer ist heute sehr ruhig, deshalb nehme ich mein Board und steche in See, auch Rosa ist ein Stück mit dabei. Und zur Sitzprobe in die Campingplatz-Cessna kann ich heute auch gehen. Am Nachmittag radle ich ins etwas größere Nachbardorf Mandre, hier gibt es wunderschöne Appartementhäuser, ganz nahe am Strand. Natürlich ist jetzt kaum ein Appartement bewohnt.

Sonntag, 1.11.
Heute zeigt sich die Sonne nur bis zum frühen Nachmittag, dann verschwindet sie hinter einer dichten Hochnebeldecke. Es ist aber trotzdem sehr warm und windstill. Wir tun halt nix ohne Sonne, kurz nach 14 Uhr wird unsere Ruhe durch ein dumpfes Grollen kurz unterbrochen, Brigitte spürte ein leichtes Erdbeben. Laut der internationalen Erdbeben-Homepage hatte das Beben die Stärke 4,3 nach Mercali, das Epizentrum befand sich ca. 45 km Luftlinie von uns entfernt zwischen Starigrad Paklenica und Gospic in ca. 10 km Tiefe.

Montag, 2.11.
Hochnebel, windstill und warm, keine Welle am Meer.  Also kommt das SUP zum Einsatz und gegen Mittag fahren wir mit dem WoMo nach Novalja in den Hiper-Markt und füllen unsere Vorräte nach, danach geht es weiter an die nördliche Spitze der Insel. Dort ist das kleine Dorf Tovrnele, wohin wir von der Insel Rab in unserer Motorbootzeit in den 1980/90er Jahren beinahe täglich ins kleine Lokal Tovrnele und dem (Junior)Wirt Sime gefahren sind. Das letzte Mal waren wir mit dem WoMo 2015 dort, natürlich auch auf Besuch bei Sime, der aus dem kleinen Gasthaus nach und nach das Restaurant Tovrnele gemacht hat und 300 m daneben auch ein tolles Appartementhaus besitzt. Seit 31. Oktober hat er das Restaurant leider schon eingewintert, aber Sime (mittlerweile auch schon 50+) ist zu Hause und freut sich sichtlich, uns wieder zu sehen, gemeinsam trinken ein Koronaschnapserl auf der Terrasse.

Am Rückweg machen wir nochmals Halt in Novalja, suchen und finden rasch ein offenes Lokal (Kastel Novalja) und essen auf der Terrasse im 1. Stock ein verspätetes Mittagessen, mit Blick auf den Hafen. Schade, Eisdiele hat keine mehr offen ...
Dienstag, 3.11.
Heute ist mir nach einer Radrunde, und zwar radle ich vom Camp nach Kolan, verlasse die Hauptstraße 3 km danach und radle auf einem Schotterweg am Südufer des "Pager See" dem Meer entlang bis nach Pag, mache dort eine Stadtrunde und auf der Südwestseite der Insel geht es wieder zurück zum Camp. Alles in allem 36 km, vor allem die knapp 20 km bis Pag führen durch eine sehr schöne Landschaft mit wenig Häusern, erst ein paar Kilometer vor Pag gibt es die erste größere Siedlung.

 

Mittwoch, 4.11 und Donnerstag, 5.11.
Viel tun wir nicht an diesen beiden Tagen. Der Mittwoch war sehr warm und sonnig, auch das Meer lud zum Paddeln ein. Dafür war der Donnerstag meist bewölkt und teilweise wehte ein ziemlich böiger Wind. Viele Gäste sind nicht mehr am Platz, (die Kioske sind sowieso schon zu, ein Restaurant hat jedoch offen) der am 15. die Saison beenden wird. Dafür wird für die nächste Saison schon intensiv an einem neuen Sandstrand gearbeitet, ein Bagger löffelt Felsen in einen Steinbeißer, der für den groben Kies sorgt. 

 

Freitag, 6.11.
Der Himmel ist wie neu, der Wind fast weg. Obwohl wir ein schönes und sonniges Platzerl für das WoMo haben, stellen wir uns heute um - der vermutlich schönste Stellplatz am Camp ist am Vormittag frei geworden, die Gäste aus Deutschland (die Arbeit ruft) brauchen gut 2 Tage bis nach Hause und fahren heute los. Unser Nixtun wird nur durch ein Mittagessen im Campingrestaurant unterbrochen ...
Samstag, 7.11.
Schöner als heute kann das Wetter eigentlich gar nicht mehr sein. Windstill, warm, die absolute Ruhe - man konnte direkt die Seele baumeln hören. Am Vormittag kam die Drohne zum Einsatz, am Nachmittag der Griller und wieder einmal das Paddelboard. Ein schöner letzter Tag unseres Kurzurlaubes, morgen fahren wir wieder zurück ins tief koronarote Österreich ... 

Drohnenkurzfilm
Sonntag, 8.11.
Wieder ein Tag wie aus dem Prospekt, aber ... Gar so leicht ist es uns heute nicht gefallen, aber was solls. Es gibt auch für Pensionisten Termine, die nicht verschiebbar sind. Wir nahmen die Fähre um 11:30 und gute 4 Stunden später waren wir wieder zu Hause, insgesamt sind wir 771 km gefahren.