BAMBERG und

TULPENBLÜTE IN KEUKENHOF

 

Donnerstag, 9. April

Am Nachmittag gestartet, bis Bernau am Chiemsee gefahren und dort beim Kindergarten in der Fichtenstraße absolut ruhig die Nacht verbracht.


Karfreitag, 10. April

Bamberg, die Partnerstadt Villachs ist unser heutiges Ziel. Direkt an der Haupteinfahrtsstraße finden wir den WoMo-Stellplatz (ca. 15 Plätze, keine Infrastruktur, 1 Euro pro Tag). Vom Platz ist man zu Fuß in 15 Minuten direkt in der Altstadt, einem Weltkulturerbe. Malerische Gassen, wunderschöne alte Häuser und jede Menge Besucher. Schließlich sind ja Osterferien. Wir besichtigen mehrere Kirchen, bestaunen das alte Brückenrathaus, spazieren zum Dom und zum Kloster, wo wir beim Restaurant zum Essen einkehren, ich genieße natürlich das berühmte Schlenkerla-Rauchbier. Wir besichtigen noch Klein-Venedig und sind gegen 17 Uhr wieder beim WoMo, wo uns die Hunde schon sehnsüchtig erwarten. Es war den ganzen Tag wolkenlos, 25 Grad hat es jetzt, so ein Wetter gefällt uns.

 


Samstag, 11.April

Kirchenglocken wecken uns um 7 Uhr, was uns wundert - Glockengeläute am Ostersamstag. Und da fällt es Brigitte ein, dass auch in keiner Kirche ein Altar mit einem Fastentuch verdeckt war und dass am gestrigen Karfreitag auch überall Fleischspeisen angeboten wurden. Wird hier scheinbar nicht so genau genommen mit den Osterbräuchen. Wir spazieren mit den Hunden nach  Klein-Venedig, von wo wir mit einem Ausflugsschiff die 80minütige Rundfahrt starten. Das sind fast eineinhalb Stunden, wie unser Sitznachbar seiner Frau erklärte ....

Wir fahren an Klein-Venedig vorbei die Regnitz aufwärts bis zum Rhein-Main-Donaukanal, besichtigen den ziemlich großen Binnenhafen und genießen den strahlend blauen Himmel bei gut 20 Grad am Sonnendeck des Schiffes. Nach der Schiffsfahrt spazieren wir durch den riesigen Ostermarkt - bei den Hunderten Ständen herrscht sehr viel Betrieb, bei keinem einzigen Lokal ist im Gastgarten ein freier Platz vorhanden. Deshalb landen wir in einer Seitengasse in einem tollen Lokal mit schönem Innenhof. Nicht nur die ziemlich großen Portionen, auch die Getränke sind um ca. ein Viertel billiger als bei uns.


Ostersonntag, 12. April

Abfahrt um 9 Uhr, heute durchqueren wir Deutschland und bleiben ca. 30 km vor Utrecht auf einem Autobahnrastplatz für die Nacht.


Ostermontag, 13. April

Das heutige Ziel ist der Blumenpark von Keukenhof, der für zwei Monate geöffnet ist und eines der Highlights von Holland ist. Der Eintritt ist mit 13,50 pro Person nicht grad billig (Pensionisten zahlen gar nur 13,--), auch für das Parken werden nochmals 6 Euro verlangt. Aber schon die ersten Schritte im Park lassen uns staunen. Tulpen, Narzissen und Hyazinthen blühen um die Wette. Herrlich angelegte Blumenbeete, Blüten in allen Farben und Formen begeistern nicht nur uns, sondern auch Tausende andere Besucher. Kreuz und quer laufen wir durch den Park, immer wieder staunen wir über die verschiedensten Züchtungen. Gigantisch, einfach bluminös. Sehr unterhaltsam auch das Bemühen eines Herrn Pfau, gleich zwei Hennen bezirzte er, über den Erfolg seiner Bemühungen weiß ich nichts, aber die Damen habe sich sicher noch eine Weile desinteressiert gezeigt ... 

Nach vielen Stunden verlassen wir den Park und fahren zum ca. 15 km entfernten Campingplatz Op Hoop van Zegen. Es ist ein ACSI-Platz um 13 Euro pro Nacht, Strom, Wasser und Hunde inklusive. Ein Entenpärchen watschelt vorm WoMo herum, die Sonne lacht vom Himmel, einfach lässig alles zusammen.

 


Dienstag, 14. April

Der Campingplatz liegt in mitten der Blumenfelder, es duftet nach Hyazinthen. Wir radeln Richtung Lisse, unterwegs links und rechts des Radweges hektargroße Blumenfelder, alles blüht in den verschiedensten Farben. Ich hab gezählt: pro m² sind ca. 100 Tulpen oder Narzissen oder Hyazinthen. Auf 10 m² daher schon 1000 Blumen, auf den ha mit 10.000 m² sind es schon ca. 1 Million Blumen. Und die Felder, an denen wir vorbei radeln, sind einige km² groß. Unvorstellbare Mengen an Blumen. Und die Tulpen, die schon zu weit aufgeblüht sind, werden maschinell geköpft, schließlich werden ja auch Tulpenzwiebel weltweit gebraucht. Nach ca. 30 km treffen wir wieder am Campingplatz ein und lassen den Tag ausklingen.

 


Mittwoch, 15. April

Wir radeln wieder nach Lisse, heute steht eine Schifffahrt am Programm. Die 90minütige Fahrt beginnt anfangs auf einem Kanal, führt dann durch einen Binnensee und durch den Kanal wieder zurück. Die typischen holländischen Häuser, große und kleine Windmühlen auf beiden Seiten, bieten herrliche Anblicke. Auf Narzissenwiesen weiden Kühe. Auch das Wetter könnte nicht besser sein. Am Rückweg zum Campingplatz genießen wir wieder den Anblick der Blumenfelder.

 


Donnerstag, 16. April

Am heutigen letzten Tag in Holland fahren wir nach Zuthpen, das laut Reiseführer eine sehr sehenswerte Stadt ist. Und so ist es auch. Typisch holländische Hauser, tolle (leider geschlossene) Kirchen, Kanäle, Stadtmauer mit Wassergraben, alles vorhanden. Die Nacht verbringen wir auf einem Parkplatz eines geschlossenen Möbelhauses.


Freitag, 17. April

So, das war's. Auf Richtung Villach. Zuerst noch bei Schönwetter, doch vor Köln verdunkelt sich der Himmel und bei Dauerregen und viel Verkehr kämpfen wir uns dahin, auch ein längerer Stau durfte nicht fehlen. Doch der war nur kurz im Vergleich zum Stau auf der Gegenfahrbahn. Osterferienende in Deutschland, alle wollen nach Hause in den Norden. Ich fahre durch bis nach Bernau am Chiemsee, wo wir wieder beim Kindergarten eine ruhige Nacht verbringen.


Samstag, 18. April

Gegen 11 Uhr sind wir nach 2.630 km wieder zuhause, es war ein wunderschöner Osterurlaub, alles bestens. Besonders das Wetter und die Temperaturen, es ist doch erst Mitte April.