Coronaherbst (2)
OMIS

An der Mündung des Flusses Cetina befindet sich das malerische Städtchen Omiš, das Zentrum der Riviera von Omiš, umgeben von kleinen Fischerorten mit wunderschönen Stränden. Auf einem so kleinen Gebiet kann man eine große Anzahl an kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten besuchen (Kirchen aus dem 10.-18. Jahrhundert, Denkmäler, Festungen, Museen u. a.). Für all diejenigen, die einen aktiven Urlaub bevorzugen, ist Omiš die richtige Destination - Rafting am Fluss Cetina, Freeclimbing, Paragliding, Tauchen, Segeln, Beachvolleyball, Tennis etc.

Freitag, 2. Oktober
Nach knapp zwei Wochen auf den für uns bisher unbekannten Inseln PASMAN und UGLJAN reisen wir heute weiter in den Süden. Wir nehmen die Fähre von Preko nach Zadar und nach insgesamt 193 km treffen wir am Camping Galeb in Omis ein. Und siehe da: mehrere Container-Homes sind besetzt, auch 4 weitere WoMo's (zwei mal Deutschland, einmal Wien, einmal Polen) sind hier. Es ist um einige Grade wärmer als auf Ugljan, trotz des teils lebhaften Windes machen wir einen Bummel durch die Altstadt, dann sitzen wir den ganzen Nachmittag in der Sonne.

Samstag, 3.10.
Wer hat die Sonne weggeräumt und dafür den kräftigen Föhn-Wind eingeschalten? Ein Tag, um im/vorm WoMo zu sitzen und nix zu tun. Gegen Abend spazieren wir in die Altstadt und besuchen das von unseren Dalmacia-Wirten Kati und Bernard empfohlene Restaurant Joskan - ausgezeichnete Küche, einfach spitze - und preiswert auch noch.

Sonntag, 4.10.
Radfahrwetter. Eine 58km-Runde führt von Omis ins Hinterland (von Gata über Podgrade nach Milavici, hier wird die Schlucht tief unten über die historische Pavic-Brücke überquert) und durch die Schlucht wieder (teilweise sehr steil und lang aufwärts) zurück nach Omis. Kurz vor Gata lohnt sich ein Abstecher in ein verlassenes Bergdorf, auch die Auffahrt zur Kirche von Kostanje zahlt sich aus. Auf dem Fluss Cetina sind einige Raftingboote unterwegs, auch die Zipline ist in Betrieb. 4 Stunden war ich unterwegs, war eine sehr schöne Rundfahrt. Brigitte genoss den Tag am Strand gemeinsam mit Rosa.

Montag, 5.10.
Heute machen wir auf Kultur und besichtigen die romanische Festung Mirabela Peovica. Sie besteht aus vier Etagen, von jeder hat man einen tollen Blick auf Omis. Den besten Ausblick genießt man natürlich von der "Dachterrasse" des Turmes (ca. 100 m über dem Meer), die man über eine steile Leiter erreicht.
2 weitere Wohnmobile (ein Schwede, ein Pole) sind heute angekommen,  jetzt sind 8 von den 147 Plätzen besetzt.

Dienstag, 6.10. und Mittwoch, 7.10.
Zwei Tage, die unterschiedlicher nicht sein können: gestern den ganzen Tag zu 95 % wolkenlos, windstill und 27 Grad warm. Gegen Morgen änderte sich das Wetter und der ganze Mittwoch war regnerisch (teilweise ziemlich stark) und um gut 10 Grad kühler. Machen wir halt Urlaub vom Urlaub ...

Donnerstag, 8.10.
Wolkenlos, warm. Genau das richtige Wetter (für mich), um auf die Festung von Omis (gut 300 Höhenmeter über der Stadt) zu wandern, der Ausblick auf die Stadt und die Bucht ist einfach toll. Und zur Feier des Tages gibt es eine ortsübliche Jause: Käse von der Insel Pag und Rohschinken aus Dalmatien ....

Freitag, 9.10.
Wieder sehr viel Sonne und auch warm. Heute will ich durch die Schlucht hinter dem Hotel Villa Dvor nach Naklice und von dort zur Kirche Snjezne Gospe, die knapp am Rand des steil abfallenden Gebirgszuges liegt. 1 Stunde 50 bin ich vom  Campingplatz unterwegs, 450 Höhenmeter sind zu überwinden. Vom Kirchlein hat man natürlich den Megablick auf die Küste, den Brac-Kanal mit der Insel Brac im Hintergrund. Von der Kirche führt ein schmaler Steig durch die steilen Felsen herunter, eine Grotte mit Madonna lädt zur kurzen Einkehr ein. Gut, dass ich nicht den selben Weg wie hinauf zurück gehen muss. Trotzdem war ich 9 km und knapp 3 Stunden unterwegs ...

Samstag, 10.10. - 100 Jahre Kärnten frei und ungeteilt.
In der Cetinaschlucht gibt es eine tolle Zipline-Anlage mit 2.100 m Gesamtlänge, aufgeteilt auf 8 Teilstücke, das längste ist 700 m lang. Die Zipline Croatia ist wohl eines der absoluten Highlights im Raum Mitteldalmatien. Klar muss ich das ausprobieren. Nach einer kurzen Einweisung (hier gibt es keine automatische Bremsanlage wie z.B. in Schlegeis oder Leogang) und einem Aufstieg zum Start 1 geht es gleich mit dem längsten Teilstück los: tolle Aussicht auf die 150 Meter tiefe Schlucht und den Fluss. Bei der 7. und vorletzten Station geht es nochmals hoch über den Fluss und die Straße: hier bremst man mittendrin ab, steht kurz und freut sich über die Megaaussicht, nicht nur nach unten.

Sonntag, 11.10.
Heute findet am örtlichen Parkplatz ein Lauf zur Dalmatinischen Drift-Meisterschaft statt. Da driften mit Heckantrieb ja einfacher ist, sind nur BMW am Start. Viel Gequietsche, noch mehr Rauch sind die Merkmale des Events. Bis aus den ca. 40 Teilnehmern der Tagessieger ermittelt ist, dauert es natürlich. An die 1000 (maskenlose) Zuseher waren dabei,  jetzt am Abend riecht es in der Nähe des Parkplatzes noch immer nach verbrannten Gummi. Am Nachmittag spazierten wir wieder einmal in die Altstadt und entdeckten eher zufällig eine tolle Konditorei: i Gemelli


Montag, 12.10.
Kein Tag wie jeder - Regen-REGEN-regen-ReGeN-rEgEn. Mit ganz wenigen Pausen. Ich glaub, ich war einmal kurz draußen, Brigitte mit Rosa zwangsläufig 3 mal.
Dienstag, 13.10.
So soll es sein: tiefblauer Himmel von morgens bis abends. Am Vormittag machen wir einen Spaziergang am Fuße des Küstengebirges, immer mit toller Aussicht auf die Küste bzw. das Meer. Nachmittags landen zwei Fische am Grill und dann kommt auch noch das Paddelboard samt Drohne zum Einsatz. Hab ausprobiert, ob der "follow me Modus" tatsächlich funktioniert. Er funktioniert.

 

 

Mittwoch, 14.10.
Wieder sonnig, aber es hat abgekühlt. Den meisten Vormittag verbringe ich im Liegestuhl windgeschützt beim Pool, Mittagessen gibt es im (sehr empfehlenswerten) Restaurant Puljiz. Am Nachmittag regnet es immer wieder, teilweise ist es auch windig, irgendwie kommt das Wetter nicht so richtig in die Gänge und wir beschließen,  die für das Wochenende geplante Heimreise bereits morgen anzutreten.

Donnerstag, 15.10.
Am Vormittag fahren wir los, natürlich bei strömenden Regen. Das Tief, das sich von Tunesien über Sizilien, Süditalien, Kroatien und Ostösterreich bis nach Polen erstreckt, ist voll aktiv. Verkehr auf der Autobahn ist wie üblich fast keiner. Da wir über Rijeka nach Triest wollen, nehmen die Abfahrt nach Senj, wo wir am späteren Nachmittag eintreffen. Und wie es sich so gehört, gibt es eine Regenpause, die Sonne scheint für ca. 2 Stunden und es ist wunderschön warm.

Freitag, 16. 10.
Wolkig, ab und zu Regen, dann wieder Sonne. Um 13 Uhr erreichen wir die alte Grenze bei Thörl Maglern, kehren in der Pizzeria Italia ein und um 14:30 sind wir nach 29 Tagen und insgesamt 1.726 km wieder in Villach und harren der Dinge, die auf uns zukommen ...