Ein bissl Dalmatinische Küste ...

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Dienstag, 1.10.

Um 15:30 landen wir am Camping Nordsee in Pakostane (530 km) - ein Platz ganz vorne ist kurz vorher frei geworden, sonst ist der Platz sehr gut besucht. Eigentlich wollten wir auf den Campingplatz Oaza Mira in Drage, doch dort war es zu windig bzw. waren die wenigen sonnigen Plätze besetzt.


Mittwoch, 2.10.

Postkartenwetter. Wir machen uns mit dem Roller auf die Reise nach Biograd na Moru und spazieren dort bis gegen Mittag herum.

Am Nachmittag starte ich den Roller und mache mich auf eine Rundfahrt: ich will den Vrana-See umrunden. Anfangs fahre ich die Hauptstraße nach Pirovac, dort biege ich links ab und finde bald die Abzweigung zur Mountainbike-Strecke, die um den See führt. Sie ist zwar nicht unbedingt rollergeeignet, aber mit gewisser Vorsicht einwandfrei befahrbar. Nach gut eineinhalb Stunden beende ich die 55km-Runde.

Der Tag klingt mit Sonnenschein pur aus. Und mit After-Sun im Gesicht ....


Donnerstag, 3.10.

Los geht's, wir fahren nach Benkovac, von dort auf die Autobahn in den Süden. Sehr neu, sehr wenig Verkehr. Bis zum Ende der Autobahn bei Ploce dauert es ca. 1 1/2 Stunden, dann geht's wieder "rustikal" weiter. Nach Ploce decken wir uns bei einem der vielen Verkaufsständen mit frischen Mandarinen, Honig mit Nüssen und dergleichen ein, durchqueren das kleine Stück Bosnien mit der sehr schönen Hafenstadt Neum und biegen bald danach auf die Halbinsel Peljesac ab.

 

Nach fast 80 mühsamen Kilometern auf der Halbinsel und gesamt 342 km erreichen wir Orebic an der ziemlich steilen Südküste. Die Halbinsel besteht aus einem schmalen, in Ost-West-Richtung langgestreckten Gebirgsrücken, der geologisch ebenso wie die dalmatinischen Inseln Teil des Dinarischen Gebirges ist, wobei die Talzonen unter den Meeresspiegel versunken sind. Im Unterschied zu den Inseln ist die Halbinsel Pelješac jedoch im Osten durch eine schmale Landverbindung bei den Ortschaften Ston und Mali Ston mit dem Festland südlich der Neretvamündung verbunden. Die höchste Erhebung ist der Sveti Ilija (961 m).
Neben dem Tourismus ist der Weinbau ein bedeutender Wirtschaftszweig. Zu dessen Spitzenprodukten zählt der auch international bekannte und in Dingac angebaute gleichnamige Rotwein.
Der Hauptverkehrsweg ist die von Ston im Osten bis Orebić im Westen die gesamte Halbinsel durchziehende "Haupt"straße, die im Osten an die Küstenmagistrale angebunden ist. Von Orebić aus gibt es Fährverbindungen zur unmittelbar gegenüberliegenden Stadt Korčula auf der gleichnamigen Insel. Die Hauptstraße wird auch von Autobuslinien genutzt, die Dubrovnik oder Split über die Halbinsel Pelješac und die Fährverbindung mit der Insel Korčula verbinden, wo sie in Vela Luka am westlichen Ende der Insel enden.
Mit dem Bau einer Brücke wurde begonnen, welche die Nordküste der Halbinsel Pelješac mit der Küste südöstlich von Ploče verbinden soll, wodurch die Halbinsel eine zweite Verbindung zum Festland erhalten wird. Dadurch soll einerseits die Straßenverbindung aus nördlicher Richtung auf den westlichen Teil der Halbinsel und nach Korčula verkürzt werden, andererseits soll dadurch eine vollständig auf kroatischem Territorium verlaufende Straßenverbindung nach Dubrovnik entstehen, durch die sich der der Halbinsel Pelješac im Norden gegenüberliegende, zu Bosnien und Herzegowina gehörende Küstenort Neum umgehen ließe. Diese Umgehung ist auf westlicher Seite bisher nur mit der Fährverbindung Ploče - Trpanj möglich.

Es gibt ein paar kleinere Campingplätze, die aber sehr schattig sind - und den "Platzhirsch" ACSI-Camping Nevio, ca. 2 km vor Orebic. Der Platz ist gut besucht, wir finden ein sonniges Platzerl mit guter Aussicht und genießen den tief blauen Himmel. Gegen Abend kriegen wir Besuch von einem lieblichen Tierchen ...


Freitag, 4.10.

Was macht man an einem Tag, an dem keine einzige Wolke am Himmel zu sehen ist? Richtig - herumliegen und schaun, ob vielleicht doch eine Wolke kommt. Naja, für morgen sind aber laut Wetterbericht ein paar angekündigt ...

Samstag, 5.10.

Tatsächlich - ein paar Wolken zeigen sich am Himmel. Eigentlich war geplant, mit dem WoMo die Fähre nach Korcula zu nehmen und die Insel zu bereisen, doch ein genaues Studium der Landkarte brachte uns davon ab. Der einzige richtig sehenswerte Ort auf der ganzen Insel ist Korcula selbst, der Rest sind kleine und noch kleinere Dörfer. Also fahren wir mit dem Roller in den Hafen, kaufen uns die Tickets und fähren ca. 30 Minuten. Korcula selbst ist echt sehenswert.

Auf einer kleinen Halbinsel gelegen, vom besteigbaren Kirchturm und Wehranlagen dominiert - viele Restaurants, schmale und sehr schmale Gassen mit alten und noch älteren Häusern. In der Stadt ist das angebliche Geburtshaus Marco Polos zu besichtigen, zum vermeintlichen Geburtsort existieren jedoch keinerlei  Belege bzw. Urkunden.

Am Nachmittag sind wir wieder beim WoMo und erholen uns vom "sehr" anstrengenden Ausflug.


Sonntag, 6.10.

Genug von Peljesac, wir machen uns bei wenig Sonne auf die Weiterreise. Und zwar auf die Nordseite der Halbinsel, wo von Trpanj die Fähre aufs Festland (Ploce) ablegt.

Von Drvenik fahren wir dann mit der Fähre nach Sucuraj, dem östlichsten Punkt der Insel Hvar. Hvar hat eine Länge von 67,5 km und eine maximale Breite von 10,6 km. Die Fläche beträgt 297,37 km². Die Insel hat ein mildes Mittelmeerklima (die Mittelwerte liegen im Januar bei 8,4 °C, im Juli bei 24,8 °C). Auf der Insel leben ca. 12.000 Einwohner. Hauptort ist die Stadt Hvar weitere größere Orte sind JelsaStari GradVrboska und Sućuraj.

Hvar war bereits in der Vorgeschichte besiedelt, wovon die Funde bemalter Keramik der Danilo-Hvar-Kultur in den die Höhlen Grapčeva spilja und Pokrivenik zeugen. Später wurde die Insel von den Illyrern besiedelt, die zu Beginn des 4. Jahrhunderts v. Chr. mit den griechischen Kolonisten um die Vorherrschaft kämpften. Noch heute gibt es viele Hügelgräber aus der Illyrerzeit. Von 1278–1797 war Hvar mit einer Unterbrechung (ungarische Herrschaft 1358–1420) im Besitz der Republik Venedig. Nach dem Ende der Markus-Republik fiel die Insel zunächst an Österreich, gehörte 1808–1814 zu den illyrischen Provinzen des französischen Kaiserreichs und dann von 1814 an wie ganz Dalmatien für ein Jahrhundert zu Österreich. Nach dem Ersten Weltkrieg fiel Hvar mit Kroatien an Jugoslawien.

Ca. 60 km plagen wir (besser: ICH) mich auf der sogenannten Hauptstraße nach Jelsa - und entdecken den Camp Grebisce. Ein WoMo aus Innsbruck-Land, eines aus St.Pölten-Land und ein Pole - das ist alles. Es gibt hier noch 2 weitere Campingplätze, die haben aber bereits Wintersperre.

Wir stellen das WoMo in die erste Reihe und spazieren ca. 25 Minuten nach Jelsa, wo wir im Hafen ein feines Abendessen genießen.


Montag, 7.10.

Sonne? Gibt es nicht. Ich fahre mit dem Roller nach Jelsa zur Bäckerei - und komme am Rückweg in einen ordentlichen Regenguss.

Naja, wenn das Wetter nicht passt, können wir auch nix dagegen machen. Sitzen halt im WoMo, Ö3 läuft bzw. sonstige Sendungen in den diversen SAT-Pogrammen. Und draußen regnet der Regen herab ...


Dienstag, 8.10.

Heute gibt es weniger Sonne als gestern, dafür regnet es aber mehr. Trotzdem vergeht auch dieser Tag - und eine Regenpause am Nachmittag nütze ich zu einem Rollerausflug ins nahe Starigrad.

Eine kurze Wanderung zu einer heiligen Stätte etwas außerhalb der Stadt, ein Bummel durch den Hafen, am Rückweg einen Abstecher nach Vrboska - und trocken erreiche ich wieder den Campingplatz.


Mittwoch, 9.10.

Am Vormittag fahren wir bei strömenden Regen nach Hvar - und haben Glück: der Regen hört auf.

Durch eine Kakteenplantage spazieren wir bis zur Burg hinauf, leider ist das Tor verschlossen. Aber die Aussicht auf die Stadt ist auch so ein Hammer.

In Starigrad wollen wir am Markt noch einiges einkaufen - leider kommen wir zu spät, schon geschlossen. Auch gut. Weiter nach Jelsa und von dort die 60 km zur Fähre von Sucuraj aufs Festland nach Drvenik (220 Kuna).

Rechts weg und ca. 4 km später ist die kleine Ortschaft Zaostrog mit dem Camp VITER. Toller Platz, direkt am schönen Kiesstrand.

Der Tag endet mit Nixtun.


Donnerstag, 10.10.

Sonnenschein, warm, schön. Um die Mittagszeit mache ich mich auf eine kleine Wanderung, ein "Bauwerk" auf einem kleinen Berg in der Nähe interessiert mich - und entpuppt sich als Wachturm für die Feuerwehr. Im Hochsommer gibt es hier in der Gegend immer wieder Waldbrände, daher der Beobachtungsposten mit toller Aussicht.

Am Nachmittag probiere ich noch das Meer aus - nicht nur ich genieße das ca. 20 Grad warme Wasser.


Freitag, 11.10.

Und wieder ein Tag mit viel Sonne - und ca. 27 Grad. Fauli lässt Grüßen.


Samstag, 12.10.

Aus und vorbei, wir brechen unsere Zelte ab. Ich zahle für die 3 Nächte jeweils 16,- Euro und gegen Mittag gehts los - gemütlich bummeln wir auf der Küstenstraße bei fast null Verkehr an Split und Sibenik vorbei und sind bald danach wieder am Camping Nordsee in Pakostane (215 km).


Sonntag, 13.10.

Um 9 Uhr Abfahrt, bei Sonne und Wolken fahren wir über die Autobahn (Sv.Rok) bis zur Abzweigung Senj, dann die 22 km zur Küstenstraße und über Rijeka und Laibach nach Villach (470 km). Gesamt-Km: 1746