Griechenlandrundreise 2005

die Reiseroute

 

Nach einem stressigen Vormittag im Büro und noch einigen Besorgungen geht es um ca. 15 Uhr los. Das Ziel für den heutigen Tag heißt Lignano, wo wir uns in unserem Stammlokal Corallo eine Pizza genehmigen und dann neben der Terrasse eine ruhige Nacht verbringen.


Samstag, 1.10.

Nach den Frühstück fahren wir weiter nach Venedig, wo wir gegen 10 Uhr eintreffen. Wir parken im Hafen und warten auf das Einschiffen und auf die Abfahrt um 14 Uhr. Herrliches Panorama, als das Schiff dann durch den Canale Grande Kurs nach Süden nimmt. 

Wäre fast gekentert der Kahn, weil alle Leute auf der Backbordseite standen und Venedig wegfotografiert haben. Ich auch ;-) Bei blauem Himmel passieren wir Istrien und haben einen tollen Blick auf die Insel Cres, die mir ein Kellner auf Anfrage, wo wir gerade sind, als Split einreden will. Vorbei an Losinj, Susak und Ilovik (von unserer Motorbootzeit her bekannte Inseln) geht es nach Süden. Am Abend duftet es am Camperdeck nach diversen Speisen und wir unterhalten uns mit einigen Wohnmobilisten über den bevorstehenden Urlaub. Gegen 21 Uhr legen wir uns schlafen und werden des Nachts einige Male wach, die See war ziemlich rau,sogar die Fähre hat geschaukelt.


Sonntag, 2.10.

So, wir sind da. Nach 23 Stunden am Schiff fahren wir im Hafen vom Igoumeniza von der Fähre und machen uns auf den Weg zu unserem ersten Ziel. Wir fahren Richtung Norden und erleben gleich die „andere Seite“ Griechenlands. Abfall am Straßenrand wohin man schaut, desolate Häuser und karge Landschaft. Nach ca. 130 km erreichen wir über Ioanina das kleine, aber nette Dorf Monodendri oberhalb der Vikosschlucht, wo wir in der Nähe einer Taverne parken. Als ich mir bei einer Abzweigung nicht sicher bin, wie es weiter geht und an den Straßenrand fahre, haben wir den ersten Kontakt mit einem Griechen. Er bremst sein Auto ab, steigt aus und kommt zu uns um zu fragen, wohin wir wollen. So geht es auch ... Im Dorf machen wir eine kleine Runde. Flach ist es nicht, ziemlich steil sogar. Für morgen haben wir vor, die Vikosschlucht zu durchwandern, daher organisiere ich später noch eine Rückfahrtmöglichkeit vom Ende der Wanderung und besuche die Taverne und habe erstmals Kontakt mit Souvlaki und Ouzo. Abends setzen wir ins uns nochmals ins Lokal, es gibt Vino locale und so ....   


Montag, 3.10.

Heute steht die Wanderung durch die VIKOS-Schlucht am Programm. Von Monodendri geht es ca. 600 m fast senkrecht in hunderten Serpentinen hinunter. Teilweise so dunkel, dass sich bei der Digicam der Blitz eingeschalten hat. Ganz unten dann der fast ausgetrocknete Fluss. Und dann ca. 12 km über Stock und Stein, teilweise eben, teilweise auf und ab. Und überall frisch abgestürzte Felsbrocken, eine Folge vom Erdbeben Anfang September. Gegen Ende der Schlucht wird es erst richtig anstrengend.

 

Da ist ein Anstieg von ca. 2 km, ziemlich steil. Und die Sonne scheint auch ganz kräftig. Wir tragen für einige Hundert Meter die schon ziemlich müden Hunde; die letzten 300 Meter mache ich zwei Mal, um Brigitte einen Hund abzunehmen. Sie hätte ich auch tragen sollen, habe aber verweigert. Weil nach 7 Stunden Wanderung bin ich auch nicht mehr so fit. Im Dorf ganz oben dann sofort in die Taverne, 2 Bier haben mich wieder zum Leben erweckt. Der Wirt hat mir unseren Rücktransport telefonisch herbestellt, 30,- Euro haben die 18 km gekostet. Hätte aber auch 50,- bezahlt... Abends wieder in die Taverne, weil mit Weiterfahren ist heute nix. Ich esse Fleischbällchen mit Kartoffel, Brigitte einen Auflauf mit Kartoffeln und so. Und als Nachspeise gibt es in Honig eingelegte Walnüsse. Köstlich.  


Dienstag, 4.10.

Blauer Himmel, gegen 10 Uhr starten wir zum Kataras-Pass. Wild romantische Gegend, am Nachmittag treffen wir nach ca. 190 km in Meteora ein und stellen uns auf den Camp Kastrakis. Und da machen wir die Erfahrung, dass mit unserer digitalen 60 cm-Kathrein Satanlage hier nix läuft. Nur mit über 80 cm großen Spiegeln ist Astra zu empfangen. Der Platz ist sehr sauber, die Chefin spricht gut Deutsch. Abends gibt es Kartoffel und Tzatziki für Brigitte, ich nehme Souvlaki. Gezahlt für alles samt Getränken haben wir 16,- Euro. Und als Nachspeise kriegen wir noch Joghurt mit Feigen serviert. Köstlich.  


Mittwoch, 5.10.

Schönes Wetter, sind mit dem WoMo alle Klöster abgefahren und von außen besichtigt – zwei auch von innen. 

Einfach traumhaft, wie die Klöster auf den Felsen erbaut wurden. Gegen Abend stellen wir uns wieder auf den Camp und bleiben noch eine Nacht. Brigitte hat keine Lust zum Essen gehen, ich kann aber auf Lammkotelett und Bratwurst mit Kartoffel nicht verzichten ...  


Donnerstag, 6.10.

Es regnet, die Wolken stoßen fast am Boden an. Wir fahren über Trikala und Tyrnavos durch eine wilde Gegend (kilometerlange Baumwollfelder, die zur Zeit abgeerntet werden, 

viel Baumwolltransporter, Maisfelder, Weingärten, Pampa und haufenweise Müll am Straßenrand) an die Küste bei Platamonas, wo wir am frühen Nachmittag nach ca. 160 km eintreffen. Wir fahren durch den Ort und schauen uns ein paar Campingplätze an. Nirgends auch nur ein WoWa oder WoMo. Dafür haufenweise Laub am Boden. Der Herbst hat auch hier in Nordgriechenland bereits begonnen. Wir fahren dann auf gut Glück ans Ende des Dorfes zum Wasser. Und am Strand sehen wir 2 WoMo's, die wir schon von der Fähre her kennen. Ein Deutsches Paar mit 2 Kindern und 3 Hunden und eine Schweizer Familie. Die Wolken haben sich auch verzogen, es ist ziemlich warm und teilweise wolkenlos. Also lassen wir den Tag gemütlich am Strand ausklingen.


Freitag, 7.10.

Bleiben bei wechselhaftem Wetter den ganzen Tag am Strand und urlauben vom Urlaub.  


Samstag, 8.10.

Ab in den Süden. An Larissa vorbei nach Volos, dann in das sehenswerte Dorf Makrinitsa, wo wir einen Bummel machen. In vielen Verkaufsständen werden einheimische Spezialitäten angeboten, z.B. in Honig eingelegt Walnüsse. 

Und Nudel in allen möglichen Farben und Formen. Natürlich auch Oliven in verschiedensten Varianten.

Weiter entlang der Ostküste des Pilio mit 1000 Kurven und viel grüner Einsamkeit und einsamen, kleinen Dörfern über Neohori an die Westküste, dort 2 km nördlich von Kala Nera nach 170 km gefahrenen Kilometern direkt am Strand in der Nähe einer Taverne geparkt. Der Wein schmeckt gut ...  


Sonntag, 9.10.

Wolkig und warm. Über Lamia fahren wir nach Delphi, um uns die Ausgrabungen anzusehen. Haufenweise Steine und Säulen. Und Touristen. Weiter nach Arahova, wo wir Zeuge von einem SMART-Treffen werden. An die 100 verschiedene Modell sind da. Aufgemotzt, breiter und tiefer. Golf-GTI-Treffen im Kleinformat. Wir spazieren durch das Dorf, kaufen Wein, Wurst und geräucherten Käse. Die Nacht stehen wir in Antikira knapp neben dem Meer. Es war ein erlebnisreicher Tag mit ca. 230 km (130 davon Autobahn).


Montag, 10.10.

Wieder ziemlich bewölkt, daher nix mit Strandleben, weiter nach Korinth geht’s. Wir nehmen nicht die Autobahn, sondern fahren am Meer entlang, um in Agio Theodori kurz zu stoppen. Das Hotel Hanikian Beach sieht noch genau so aus wie 1979, als wir in dieser 7stöckingen Bettenburg die Flitterwoche verbrachten. 

Wie die Zeit vergeht und sich die Urlaubsgewohnheiten ändern. Wir wären heute die unglücklichsten Menschen, müssten wir in so einem all-inklusive-Hotelbunker unseren Urlaub verbringen und zu vorgeschriebenen Zeiten ordentlich gekleidet zum Essen antreten....

Bei der Brücke über dem Kanal ist es ziemlich windig, wir bleiben nur kurz. Aber Zeit für ein paar Souvlaki war trotzdem. Ca. 5 km südlich finden wir eine schöne Bucht mit Resten von einem historischen Hafen (teilweise im Wasser versunkene Mauerreste) und parken dort neben Orangenbäumen direkt am Meer, die Sonne scheint inzwischen auch wieder recht ordentlich. 

Und eines fällt sofort auf: Hier am Peloponnes ist es viel sauberer als im Norden. Fahrstrecke heute wieder ca. 220 km.


Dienstag, 11.10.

Auch heute ziemlich viel Wolken, daher fahren wir weiter. An der Nordküste entlang bis nach Diakofto, dann links ab und über Kalavrita weiter bis zu den Tropfsteinhöhlen von Kastria. Verkehr war fast keiner, war gar nicht übel war. Sehr schöne Gegend, Natur pur und viele, viele Kurven auf der teilweise doch recht engen Straße. Die Besichtigung der Höhlen zahlt sich sicher aus, man wandert fast 1 km über einen Stahlsteig durch die Höhle mit mächtigen Stalagmiten und Stalaktiten. Über Klitoris (heißt echt so) und Olympia erreichen wir in Palouki den gleichnamigen Campingplatz, wo wir Richard (bekannt aus dem Campingforum) treffen wollen. Leider hat er wegen Krankheit seinen Urlaub abbrechen müssen. Da die sonnigen Plätze am Wasser alle besetzt sind, der restliche Platz aber sehr schattig ist, stellen wir uns auf den 500 Meter entfernten Camping Paradise, ein einfacher, aber im Vergleich zum Camp Palouki sehr sonniger Platz mit wenig Bäumen. Gerade richtig für diese Jahreszeit.

Die Sonne ist auch wieder kräftig vorhanden, es ist einfach schön. Gefahren sind wir heute gut 220 Kilometer.


Mittwoch, 12.10.

Tiefblauer Himmel und sehr warm. Liegen den ganzen Tag faul in der Sonne. Am Nachmittag nehme ich mein Fahrrad und mach mich auf den Weg zum 6 km entfernten Lidl und kaufe ein paar Kleinigkeiten. Schon spannend, mit dem Rad auf griechischen Straßen ....  


Donnerstag, 13.10

Wieder wunderschönes Wetter, aber trotzdem fahren wir weiter und machen beim Lidl einen ausgiebigeren Einkaufsstop. Unser heutiges Ziel ist die Insel Zakynthos, wo der Villacher Veit Santner mit seiner Frau Anna seit Jahren einen Campingplatz betreibt. Nach ca. 50 km sind wir im Hafen von Kilini, die Fähre (53,-) ist eine gute Stunde bei blauem Himmel und ruhigem Meer unterwegs, vom Hafen zum Campingplatz Tartaruga dauert es ca. 15 Minuten. Gut beschilderte Zufahrt, einfach nicht zum verfehlen. Und wenn schon ein Villacher einen anderen in Griechenland besucht, wird das natürlich mit einem Villacher Bier begossen. Und das Bier danach mit einheimischen Wein nachgespült ...

Der Platz ist ziemlich steil, die Schotterstraße führt in Serpentinen bis zum Wasser, wo wir in einer kleinen Nische mit herrlichem Blick aufs Meer einparken.


Freitag, 14.10.

Blauer Himmel, warm. Ein Sonnenaufgang fast wie ein Sonnenuntergang. Ein herrlicher Tag zum Nixtun kündigt sich an. Als besonderes Service für seine Gäste bringt Veit gegen halb 9 frisches Brot direkt zum WoMo. Anna kocht faschierte Laibchen, der Wein ist sehr gut. Jeannie, die Ältere unserer zwei Hundchen, ist nicht gut drauf, sie liegt von Nachmittag an viel im Auto und schläft.


Samstag, 15.10.

Blauer Himmel, warm. Wieder ein fast schon kitschig-schöner Sonnenaufgang. 

Und Jeannie zittert am ganzen Körper und jault auf, als ich sie berühre. Auf zu Anna in die Rezeption (gut 500 Meter steil aufwärts) und nach einem Tierarzt gefragt. Sie erklärt sich sofort bereit, Taxi zu spielen und für mich mit dem Arzt zu reden, er kann nämlich kein Englisch. Und Deutsch schon gar nicht. Also, wieder hinab zum WoMo und mit dem Hund am Arm zurück zur Rezeption und ab zum Tierdoktor. Vorher aber noch ein Guten Morgen-Bier mit Veit, ich brauch ja nicht selber fahren. Diagnose des netten Tierdoktors: vermutlich Nierensteine. 2 Spritzen bringen Erleichterung,  für morgen, Sonntag sind wir wiederbestellt. Zurück auf den Camp und wieder ein Tag am Strand mit lesen und viel Nichtstun. Abends serviert Anna Lammfleisch, der Wein ist sehr gut.  


Sonntag, 16.10.

Blauer Himmel, warm. Wieder spielt Anna Taxi und fährt mit dem Hund und mir nach Zakynthos. Erneut 2 Spritzen, nächster Termin Montag. Am Rückweg kaufen wir noch ein paar Sachen ein, ab Mittag ist wieder Strandleben angesagt. Heute Abends gibt es Souvlaki mit Brot, der Wein ist wiederum sehr gut.


Montag, 17.10.

Blauer Himmel, warm. Der letzte Besuch beim Tierarzt, wiederum 2 Spritzen. Ab morgen gibt es Tabletten. Anna präsentiert Calamarisalat, Souvlaki und gefüllte Paprika. Ich nehme von jedem eine kleine Portion. Und der Wein ...........  


Dienstag, 18.10.

Blauer Himmel, warm. Wir fahren am Vormittag wieder auf den Peloponnes, diesmal kostet die Fähre nur 50,-. Ich bin heute nicht allzu gut drauf, wahrscheinlich haben sich die verschiedenen Speisen von gestern nicht richtig vertragen. Daher fahren wir die 50 km zum bereits bekannten Camping Paradise bei Palouki, wo wir am Nachmittag zwei kräftige Erdstöße mitbekommen. SMS-Infos von Peter und Andrea: Das Epizentrum war irgendwo zwischen Zakynthos und dem Camp ....


Mittwoch, 19.10.

Blauer Himmel, aber kühler als die letzten Tage. Nur so um die 20 Grad. Wir fahren über Pirgos nach Süden. 

Bei Kato Samiko, nach ca. 50 km, zeigt eine Tafel den Weg Richtung Beach an. Wir biegen ab und nach ca. 3 km waren wir am riesigen Sandstrand. 2 zeltende Urlauber, 1 Pickup und wir. Einfach ein Traum, auch weil es wieder sehr warm ist.


Donnerstag, 20.10.

Blauer Himmel und wieder schön warm. Wir fahren nach Zaharo und kaufen Proviant ein und dann wieder ein Stückchen weiter in den Süden. Bei Kakovatos (16 km südlich von Kato Samiko) zeigt uns wieder eine Tafel den Weg Richtung Beach. Wunderschöner Sandstrand, ein paar Tavernen. In einer komme ich mit einem Polizisten ins Gespräch und frage ihn, wie es mit dem freien Campen so ist. Er meinte nur, wenn eine Kontrolle kommt, (it´s me) dann brauchen wir nur zu sagen, wir fahren gleich. Ein zweites Mal kommt nämlich keine Kontrolle. Das beruhigt ... Wir liegen faul in der Sonne, zum Glück haben wir ausreichend Sonnenschutzmittel mit.


Freitag, 21.10.

Wetter unverändert, wir fahren weiter nach Süden. Von Filiatra bis Marathopoli gibt es nur Felsstrände, daher geht es weiter über Gargaliani nach Vromoneri, wo nach gut 160 km Fahrt wieder eine Tafel zum Strand zeigt. Das sehen wir aber erst, nachdem ich nach gut 10 km umgedreht habe und zurück fahre, weil die Straße immer weiter vom Meer wegführte. 

In einer Senke sehe ich dann die Tafel mit der Aufschrift Beach. Aber eben nur auf einer Seite, die Seite, an der wir vorbeifuhren war komplett abgewittert und teilweise vom Schilf, das auch die Zufahrt zum Strand säumt, abgedeckt ...  

Ein wunderschöner Sandstrand, 3 WoMo´s stehen dort auf ca. 1 km aufgeteilt. Jetzt sind es vier. Es ist sehr warm, das Meer ruft. Gegen Abend fahren wir zwex Einkauf zurück nach Vromoneri und dann wieder zurück an den Strand.


Samstag, 22.10.

Es ist so wunderschön, wir bleiben noch eine Nacht an diesem Strand.  


Sonntag, 23.10.

Heute bekommt Jeannie die letzten Tabletten, es ist alles wieder in Ordnung. Gegen Mittag (nach einem kurzen Regen) fahren wir weiter über Pilos und Methodi nach Vasiritsi. In einer sehr idyllischen Bucht liegt ein Schiffswrack und rostet vor sich hin.

Die Wolken werden dichter, es regnet immer wieder. Wir kommen mit einem deutschen WoMo-Fahrer ins Gespräch, ihm taugt es hier nicht und deshalb fährt er weiter, was wir auch eine Stunde später machen. In Fetalidi sehen wir von einer Anhöhe aus eine wunderschöne Bucht, die wir ansteuern. Und neben dem Deutschen einparken ... Noch ein Deutscher und 2 Franzosen sind hier, ebenfalls mit WoMo´s. Der Regen hat auch aufgehört, am Abend gibt es zur Abwechslung wieder einmal Souvlaki und Salat. Fahrstrecke heute ca. 140 km


Montag, 24.10.

Schön warm und sonnig. Durch Kalamata durch, über Kambos (sehr kurvig, aber wunderschöne Gegend) und Stoupa nach Ag. Nikolaos (ca. 80 km). Tollen Platz am Strand gefunden und im Schatten unter Olivenbäumen den Tag genossen. Abends Salat, Mousaka und 2 Amstel um satte 15,- Euro (für mich allein). Satt war ich aber nicht ....  


Dienstag, 25.10.

Wieder wolkenlos und heiß. Daher den ganzen Tag am selben Strand mit Nixtun verbracht. Erfolglos ein Internet-Cafe gesucht, dafür Bild-Zeitung gekauft und Ansichtskarten verschickt.


Mittwoch, 26.10.

Wetter unverändert. Durch das sehr bizarre Gebiet Mani, wo es nur steile Küsten, fast ohne Strände, aber mit Dörfern, die nur aus sog. Wehrtürmen zu bestehen scheinen, fahren wir zu den Tropfsteinhöhlen von Spil.Dirou, 10 km nach Areopoli. 

Die 12 Euro Eintritt lohnen sich. Wunderschöne Höhlen, die mit dem Boot in eine Richtung durchfahren werden, der Rückweg erfolgt zu Fuß. Der Eingang in die Unterwelt befindet sich in einer wunderschönen Bucht. Danach wieder nach Areopoli und Richtung Osten nach Mounda, wo wir nach ca. 120 km Fahrt kurz nach Ortsende einen Stellplatz am langen Sandstrand gefunden haben und den Tag in der sehr warmen Sonne ausklingen ließen.


Donnerstag, 27.10.

Noch heißer als gestern, je später der Oktober, desto mehr Sommer. Ich mache mich zu Fuß auf den Weg nach Githio, um eine Zeitung zu kaufen. Hin und Retour ca. 5 km. Danach Nixtun und Bild lesen. Am Nachmittag fahren wir über Kosmas (besonderes Highlight sind die Passstraße über den Mt. Elonis und die Schlucht zur Küste. Es lebe die Servolenkung ...) weiter nach Leonidi, wo wir nach wiederum ca. 110 km die Nacht in Tiros verbringen. Am Abend komme ich in der Taverne mit einer Innsbruckerin ins Gespräch, die vor einigen Jahren wegen dem Burn-Out-Syndrom einen längeren Griechenlandurlaub antrat – und nach Pensionierung wieder hierher zog, um zu bleiben ....


Freitag, 28.10.

Wieder super Wetter, wir machen uns auf den Weg nach Nafplio (tolles Städtchen mit vielen engen Gassen, schönen Plätzen und vielen Straßencafés) wo auf Grund des heutigen Nationalfeiertages Volksfeststimmung herrscht. Auf eine wilden, sehr kurvenreichen, teils auch steilen Straße überqueren wir das Gebirge bis nach Epidauros, wo wir die Nacht in einer Bucht mit 2 anderen Campern verbringen. Fahrstrecke heute ca. 130 km.


Samstag, 29.10.

Das Urlaubsende naht. Wir fahren ca. 70 km weiter zur Brücke beim Kanal von Korinth, wo ich den Bungeespringern zuschaue. Es ist bewölkt und ziemlich windig. Am Nachmittag fahren wir dann in die selbe Bucht, in der wir schon am 10. gestanden sind. 

Das Wetter ist wieder besser geworden und wir genießen den Tag am Strand.


Sonntag, 30.10.

Gegen Mittag fahren wir wieder zur Brücke, wo der Sprungbetreiber www.zulubungy.com unser Ziel ist. Um 65,- Euro (inkl. Film-DVD und T-Shirt) mit der Digicam in der Hand stürze ich mich die 78 Meter am Gummiseil in den Kanal, um von weiter unten zu fotografieren.

 

Absolut super. Und weil es mir so gefallen hat, mach ich noch einen zweiten Sprung (ohne Digicam, 30,- Euro), bei dem ich ins Wasser eintauchen will. Aber ca. 30 cm fehlen und ich schrei laut Betrug. Der Bungeemaster, ein Schweizer, hat meinen Aufschrei gehört und sich danach bei mir entschuldigt und mir den Sprung geschenkt. Auch ganz gut. 

Dann noch zum Souvlakistand, das war es dann. Die Fähre in Patras wartet. Gegen Abend treffen wir nach 140 km Autobahn im Hafen ein und warten auf die Einschiffung. Und haben Glück: Stellplatz direkt an der großen offenen Seitenwand, Meer- und Küstenblick vom WoMo aus. Pünktlich um 23,56 legt die Fähre ab.


Montag, 31.10.

Den ganzen Tag bei wechselndem Wetter und toller Aussicht auf die karge Küste von Albanien am Schiff. Von der Kroatischen Küste sehen wir nichts, wir fahren zu weit am offenen Meer bzw. ist es bei Istrien noch finster.


Dienstag, 1.11.

Um halb 7 erreichen wir die Lagune von Venedig. Wir frühstücken im WoMo und blicken Dank unseres super Stellplatzes vom Frühstückstisch direkt auf die langsam vorbeiziehende Stadt. 

Kurz nach 8 verlassen wir die Fähre und ab Richtung Heimat. Lignano lassen wir aus, weil es ist noch zu früh für eine Pizza im Corallo. Um 11,15 parke ich das WoMo vor der Garage ein. 

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Das war´s. 3.050 km (inklusive Villach-Lignano-Venedig-Villach) sind hinter uns, 290 Liter Diesel (zwischen 0,899 und 1,05 Euro, je nach Anbieter) verbraucht und jede Menge toller Eindrücke gesammelt. Nordgriechenland ist außerhalb der großteils sehr schönen Dörfer teilweise so was von versaut und dreckig, haufenweise Müll am Straßenrand, die Häuser vielfach desolat und Straßen teilweise rumplig. Alles andere als einladend.

Aber je weiter man nach Süden kommt, desto besser wird es. Sauber und gepflegt sind die Ortschaften am Peloponnes, hier gibt es ja auch viel mehr Tourismus als im Norden. Und am Straßenrand fehlt der Müll.

Und noch was fällt sofort auf: Die Gedenkstätten für die Opfer von Verkehrsunfällen am  Straßenrand, in denen Heiligenbilder und Kerzen stehen. Manchmal im Abstand von ein paar Metern an exponierten Stellen, dann wieder kilometerlang nicht. Gesehen haben wir davon sicher an die Tausend. Und das sollte eigentlich jedem, der mit dem Auto durch Griechenland fährt, zu denken geben.

Faszinierend die vielen Olivenhaine, die teils sehr wilden Bergstraßen, besonders die Strecke über den Mt. Elonis nach Leonidi und von Nafplio nach Epidauros.

Bestens versorgt mit Nachrichten, Wettermeldungen usw. wurden wir von Peter, unserer Tiroler „Außenstelle“. Danke, Peter. Das nächste Mal bitte wieder ....

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Und nicht nur an einem Abend bin ich mit einem Glaserl in der Hand unter einem Olivenbaum am Strand gesessen und hab vor mich hin philosophiert.

Doch wie heißt es so schön bei STS: 

... aber noch ist´s nicht so weit, noch was zu tun befiehlt die Eitelkeit ...