Dalmatinischer Herbst
DALAMTISCHISCHER HERBST 2018
unsere allererste WoMo-Reise ohne Hund :-(


Sonntag, 14.10.
Am Vormittag machten wir uns mit dem Wohnmobil auf die (Taxi-)Reise - erstes Ziel war der Flughafen Venedig, von wo Julia ihre Heimreise nach Dubai antrat. Über Triest und Rijeka fuhren wir dann bis nach Senj und stellten uns auf den örtlichen Stellplatz CAMP SKVER (17 €), 517 km waren genug für den heutigen Tag. Bei wolkenlosem Himmel erlebten wir einen herrlichen Sonnenuntergang, es war 28 Grad warm - aber auch windig. Nach einem Abendessen im sehr guten Camp-Restaurant ging es ab ins Bett.
Montag, 15.10
In der Früh zeigte sich die Sonne nicht, aber es war wiederum sehr warm. Wir entschieden uns, auf der Küstenstraße zu bleiben und nicht auf die Autobahn aufzufahren. Bis Karlobag ist die Straße einfach schön, dann wird es halt sehr kurvig, es zieht sich ziemlich bis nach Starigrad Paklenica, von wo wir die Autobahn bis zur Abfahrt nach Trogir nahmen. Von der Abfahrt bis zum Camp Rozac zieht es sich, aber es sind ja nur die letzten paar Kilometer. Ich tanke noch voll (74,5 Liter um 777 Kuna für insgesamt 774 km), dann parke ich das WoMo für die nächsten Tage am Camp in der ersten Reihe ein, halb im Schatten und direkt am Wasser. Am späteren Nachmittag rollere ich mit der Kymco zur Tankstelle, dann bremse ich beim Markt in Trogir ein und verspeise 10 Stück Cevapcici im Fladenbrot. Am Abend spazieren wir die große Buch von Okrug bis zum Ende, es ist wieder angenehm warm - und windstill.
Dienstag, 16.10
Vom Camp führt ein Fußweg über den Berg nach Trogir, ca. 45 Minuten ist man unterwegs. In Trogir machten wir eine Altstadtrunde, wo ich meinen neuen Fotoapparat ausgiebig testete, dann ging es zum Markt, wo wir uns mit dalmatinischen Schätzen plus Cevapcici und Bratwürsten eindeckten. Nach der Rückkehr zum Camp habe ich das Paddelboard aufgeblasen und eine längere Runde in der Bucht von Okrug gepaddelt. Kaum Wellen, kaum Wind - aber schön warm, eine Genussrunde. Am Abend ging der Griller in Betrieb - und wir waren bald außer Betrieb ....
Mittwoch, 17.10
Am Vormittag gibt es ein riesiges Feuer am Hügel von Okrug zu beobachten. Sind gegen Mittag dorthin spaziert, war aber nix aufregendes zu sehen, vermutlich wurde eine Bauparzelle brandgerodet und so bebauungsfähig gemacht. Nach der Rückkehr kehrten wir bei einer Strandbar ein, dann kühlten wir uns im herrlichen Meer ab ...
Am späteren Nachmittag gab es eine original kroatische "Marenda" mit Schinken, Pager Käse, Paprika, Zwiebel und natürlich Kruh - und am Abend einen schon fast serienmäßig schönen Sonnenuntergang.
Donnerstag, 18.10.
Heute sind wir mit dem Roller ins 32 km entfernte Split gefahren und haben wieder einmal Altstadt, Hafen und Markt erkundet. Natürlich haben wir auch den Turm vom Dom mit seinen 179 Stufen (die ersten 40 sind je ca. 50 cm hoch) erklommen und die herrliche Aussicht genossen.
Freitag, 19.10., Samstag, 20.10
Wieder einmal bis 9 Uhr geschlafen, einfach schön. Habe dann gegen Mittag eine Runde mit dem SUP gemacht und eine nette Appartement-Anlage vom Meer aus besichtigt, dann wurde es stressig: Sonne liegen stand am Programm, baden auch. Auch der Samstag war ein wunderschöner Tag, bestens geeignet zum in der Sonne sitzen und sich des Lebens freuen.

Sonntag, 21.10.
Trüb, bedeckt, kühl. Ein herbstlicher Sonntag, den wir zu einer Rollerrunde entlang des Meeres Richtung Kastela nützen. Wir besichtigten die Kastels von Stafilic und Luksic, machten uns aber bald wieder auf den Rückweg, es wehte teilweise ziemlich starke Bora und ab und zu fielen Regentropfen. Brigitte hatte im Omnia einen Apfelkuchen gebacken, den wir fast zur Gänze zum Kaffee, nach dem Mittagessen im einzigen offenen Restaurant im Hafen von Gorni Okrug, verspeisten.
Montag, 22.10
Wieder sehr sonnig, einige Grad wärmer als gestern. Ich mache mich alleine auf die Erkundung von weiteren 2 Dörfern. Haben wir gestern Kastel Stafilic und Kastel Luksic besichtigt, so sind heute Kastel Novi und Kastel Stari dran. Es sind zwei sehr verkehrsberuhigte, ursprüngliche Dörfer mit tollen Dorfplätzen, die schmale Straße führt direkt am Meer entlang, sehr schön die ganze Gegend. Am späteren Nachmittag versuche ich eine Paddelrunde, aber der Wind aufs Meer ist doch ziemlich stark, ich gebs auf, bevor ich in die Bucht hinaus getrieben werde. Stattdessen beginne ich das WoMo zu waschen, wenn der Putzdrang anhält, wird morgen auch poliert, die Fenster sollten auch etwas durchsichtiger gemacht werden.
Dienstag, 23.10.
Heute mache ich mich solo auf die Reise und besichtige die restlichen der 7 Dörfer von Kastela. Wunderschöne Dorfplätze, tolle alte Häuser und Gassen gibt es zu bestaunen. Leider haben die Speiserestaurants schon Winterpause, nur Kaffeehäuser sind offen.

Am Rückweg suche ich noch in der Nähe vom Flughafen den Weg zur kath. Bergkirche Hlg. Eustahja, die man von Trogir aus "hoch oben" am Berg sehen kann. Gar nicht so einfach, mehrere Wege mit groben Schotter führen ins Niemandsland, endlich finde ich den richtigen Weg und genieße die Aussicht auf Trogir und den Flughafen sowie Split und die 7 Kastela-Dörfer.
Mittwoch und  Donnerstag
vergehen mit Sonne sitzen, Nixtun, Trogirspaziergang. Weil die letzten Tage unseres Kurzurlaubes wollen wir uns nicht stressen ....
Freitag, 26. Oktober
Nationalfeiertag in Österreich, unser letzter Tag in Trogir, wenig Sonne. Ich mache noch eine Rollerrunde auf die Südostseite der Insel, wo es sehr viele Appartementhäuser auf den doch recht steilen Hängen gibt. Und ganz oben ist eine Anlage im Enstehen, die sehr schön aussieht, wie aus einem Prospekt. Nur ist die Zufahrt so steil, dass sich der Roller mit mir alleine schon hinauf plagt. Die Aussicht von "oben" ist schön, aber ein Strandspaziergang schon fast ein Ding der Umöglichkeit. Wanderung zum Strand wäre die richtige Bezeichnung ...

 

Samstag, 27. Oktober
Gegen 10 Uhr machen wir uns auf den Heimweg, wir fahren aber über Zagreb und Spielfeld ins steirische Burgau, wo wir uns mit Johanna und Rudolf zu einer wirklich tollen Jause im Bergstadl von Bad Waltersdorf treffen (601 km ab ab Camp Rozac). Bis Zagreb hatten wir sehr viel Sonne, ab Marburg war Regen unser Begleiter, der uns auch über Nacht und den ganzen Sonntag erhalten blieb. Gegen Mittag machten wir uns auf die Fahrt nach Villach, wo wir bei Starkregen nach insgesamt 1.631 km am Nachmittag einlangten.