EIN WINTER, WIE ER FRÜHER EINMAL WAR

 

20.1. Schneeschuhtour Heiligen Geist - Kaserin - Familienabfahrt - Heiligen Geist (9 km, 3:40)

25.1. Schneeschuhtour Alpengarten-Knappenhütte (ca. 3 Stunden)

27.1. Schitour bis Waagtal (5,8 km, 1:55)

30.1. Mallestiger Mittagskogel (14,5 km, 4:45)

4.2. Panier-Hütte (ca. 4,5 km)

14.2. Fatty-Test (3 km, 1:30)

16.2. V73 mit Schneeschuhen und Fatty (4,6 km, 1:45)

18.2. Schwarzkogel mit Schneeschuhen (9,5 km, 5:15)

23.2. Latschur mit Schneeschuhen (Goldeck)

27.2. Sonnenuntergang - Vollmond am Dobratsch (9,5 km, 3 Stunden)

1.3. Radrunde Pyramidenkogel

7.3. Falkert - Rödresnock (7 km, 3:30) mit Schneeschuhen

 

Über die ganzen Beschränkungen, Regeln, Vorschriften dieses Winters verliere ich kein Wort. Auch nicht über die Zustände in Italien oder sonst wo. Aber eins ist klar: Dank all den Beschränkungen war es für mich ein Winter der Superklasse. Wie oft habe ich bei unseren Überwinterungen im Süden schon gesagt, ich möchte SCHIFAHREN oder TOUREN GEHEN. Aber als wir dann zurück in Villach waren, war natürlich der Winter schon vorbei. Und Schnee hat es sowieso nicht jedes Jahr gegeben. Aber heuer ist alles zusammen gekommen: nix Süditalien oder Sizilien (mit Ausgangsbeschränkungen, teilweise nur Pizzaservice und ....) Dafür gab es bei uns Schnee bis zum Abwinken, einen Meter im Tal, auf den nahen Bergen ca. 2 Meter. Und fast der ganze Februar war wolkenlos.
Zum alpinen Schilauf hatte ich nicht die richtige Einstellung (vielleicht aber im Sommer am Mölltaler Gletscher?), auch mit den Tourenschi bin ich nicht unbedingt (voll) glücklich. Daher hab ich mir Schneeschuhe zugelegt, dann noch 88 cm lange Snowblades, mit denen die Abfahrt nach dem Aufstieg (mit Schneeschuhen) ein besonderes Vergnügen ist.

16.1.    
meine 1. Schneeschuhtour: alte Rodelbahn auf die Völkendorfer Alm
Davon gibt es keine Bilder, ich war mit der Koordination der Bewegungen voll ausgelastet. Die Strecke beginnt im Goritschach
er Weg bei der alten Rodelbahn und führt relativ steil bis auf die Ebene zwischen der Völkendorfer Alm und dem Hundsmarhof. Wenn man auf den Weg, der von der Alpenstraße zum Hundsmarhof führt, trifft, biegt man links ab und ist nach einigen hundert Metern auf der Völkendorfer Alm. Rückweg wie Aufstieg.
20.1.    
Schneeschuhtour Heiligen Geist - Kaserin - Familienabfahrt - Heiligen Geist (9 km, 3:40)

Nachdem das Wandern mit den Schneeschuhen funktioniert, machte ich mich auf eine größere Runde: Vom Parkplatz in Heiligengeist die ehemalige V73-Piste hinauf, nach ca. 800 m links in den Wald und ziemlich steil durchs Gelände aufwärts bis zum Waldweg, dann den Weg entlang bis zur Kaser-Alm mit der Kaserin-Hütte. Rechts hinauf über den Hügel, weiter zur Alpengarten-Loipe und durch ein kahl geschlägerte
s Plateu bis zur ehemaligen Talstation des Waagtal-Liftes, dann die Familienabfahrt zurück zum Parkplatz nach Heiligengeist.
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25.1.    
Schneeschuhtour Alpengarten-Knappenhütte (ca. 3 Stunden)

Vom Parkplatz Alpengarten auf die Loipe, dann durch mehr oder weniger viel Wald bis zur Knappenhütte - und wieder zurück zum Parkplatz. Ein paar Tage vorher hat es ca. 30 cm geschneit, es war wunderschön zum Gehen - einfach eine Genusswanderung.


27.1.    
Schitour bis Waagtal (5,8 km, 1:55)

Heute führte ich meine Tourenschi wieder einmal aus, die Stahlkanten sind zum Glück aus rostfreien Stahl und haben die lange Pause überstanden. Vom Parkplatz Heiligengeist wanderte ich bis auf Höhe der ehemaligen Talstation Waagtal, zurück ins Tal fuhr ich den doch recht anspruchsvollen Steilhang.


30.1.    
Mallestiger Mittagskogel (14,5 km, 4:45)

Heute steht eine neue Tour am Programm: mit dem Auto bis etwa Höhe Kanzianiberg, dann mit den Schneeschuhen den Forstweg hinauf zu den Finkensteiner Jagdhütten und weiter bis zum Einstieg auf den Mallestiger Mittagskogel. Der Aufstieg bis dahin ist nicht schlimm, nur einige wenige steilere Stücke sind zu bewältigen. Leider war der letzte Teil (ca. 45 Minuten) auf den Mallestiger nicht gespurt und selber wollte ich in unbekanntem Gebiet keine Experimente machen, so drehte ich um. Aber jetzt weiß ich, wo ich im Sommer gehen muss, um den Mallestiger Mittagskogel von dieser Seite aus zu erreichen.


4.2.    
Schneeschuhwanderung zur Panier-Hütte (ca. 4,5 km)

Die Panierhütte liegt etwa 20 Minuten unter der Mitzl-Moitzl-Hütte auf ca. 1450 m. Eigentlich wollte ich bis zur MM-Hütte, jedoch blies aus den Felsen unter dem Mallestiger Mittagskogel ein ziemlich kalter Wind, deshalb drehte ich um.

 


14.2.    
Fatty-Test (3 km, 1:30)

Mit den Tourenschi bin ich nicht richtig glücklich, mit den Schneeschuhen kann ich nicht ins Tal abfahren. Ein Kompromiss musste her: K2 Fatty 88 Snowblades. 88 cm lange Kurzschi, gebaut um hauptsächlich "off road" von Gipfeln abzufahren. Oder auf normalen Pisten. Vom Parkplatz Heiligengeist trug ich die Fatty bis zum Anfang vom Steilhang, dann startete ich die erste Fahrt. Eindeutig sehr gut, war das Ergebnis. Der Aufstieg mit den Schischuhen (Snowblades mit Softbindung gibt es noch nicht) ist auch kein Problem. Also, auf zu neuen Taten ...


16.2.    
V73 mit Schneeschuhen und Fatty (4,6 km, 1:45)

Abmarsch vom Parkplatz Heiligengeist mit Schischuhen in den Schneeschuhen, die Fatty im Rucksack. Über den Steilhang ging ich bis zur Abzweigung Familienabfahrt, dort wechselte ich die "Bereifung" und fuhr mit den Fattys die Familienabfahrt ins Tal. Toll war es, mit den doch ziemlich kurzen Schi zu fahren. Nächstes Vorhaben: die Fattys mit Steigfellen aufrüsten ...


18.2.    
Schwarzkogel mit den Schneeschuhen (9,5 km, 5:15)

Bestes Wetter für eine Schneeschuh-Wanderung in den Karawanken: vom Baumgartner zur Mitzl-Moitzl Hütte (1:50), denn weiter nach oben, wo sich die Wege teilen: rechts zum Mallestiger Mittagskogel, grad aus der Alpe Adria Trail und links auf den Schwarzkogel. Die Qualität der vorhandenen Spuren machten mir die Entscheidung leicht, der Schwarzkogel ruft und nach insgesamt 2:35 reiner Gehzeit war ich am 1.842 m hohen Gipfel. Das ganze Villacher Becken strahlte in der Sonne, ungetrübter Fernblick bis zur Pack und weit in die hohen Tauern machten den Tag zu einem Supertag.


23.2.   
Latschur (Goldeck)

Das Traumwetter setzt sich fort, nur wird es schön langsam zu warm. Ich fuhr die Goldeck-Straße bis zum Seetalparkplatz, dann marschierte ich los, mein Ziel war der Staff (2.218 m). Doch in der Senke zwischen Staff und Latschur entschied ich mich für den Latschur (2.236 m). Der Weg auf den Staff sah mir zu unsicher aus, kaum eine Spur war zu sehen. Ich folgte der Schispur eines Tourengehers auf den Latschur, es war sehr warm und der Schnee ziemlich weich und sulzig. So knapp 100 Höhenmeter unter dem Gipfel versank ich mit den Schneeschuhen bei fast jedem Schritt bis zum Knie in den Schnee, ich gab auf.  Auch waren einige Stellen zu sehen, an denen bereits eine Lawine abrutschte ... Nach insgesamt 12 km und 6,5 Stunden Gehzeit war ich wieder am Parkplatz.

 


27.2.   
Sonnenuntergang - Vollmond am Dobratsch (9,5 km, 3 Stunden)

Täglich pilgern hunderte Leute auf den Dobratschgipfel, ich hab mich bisher jedoch zurückgehalten und andere Touren gemacht. Heute jedoch ist Vollmond, und da ist eine Dobratschtour eigentlich Pflicht. Ich fuhr um 16 Uhr auf die Rosstratte, um 16:30 ging ich los, ohne Schi oder Schneeschuhe, einfach mit meinen Wanderschuhen. Den Sonnenuntergang beobachtete ich vom Gedenkkreuz am ELFER, dann ging ich über den Weg (gemeinsam mit doch einigen Wanderern) weiter zur Deutschen Kirche. Es wehte ein kräftiger (teils ziemlich böiger) und kalter Wind auf den letzten 2 Kilometern, besonders kräftig natürlich am Gipfel. So ließ ich es bleiben, ich ging nicht wie einige andere den schmalen Grat zum Gipfelkreuz und zur Windischen Kirche, sondern blieb auf der "sicheren" Seite. Beim Rückweg war es bis auf den halben 10er sehr windig, die -5 Grad wirkten dadurch schon um einiges kälter. Nach insgesamt 3 Stunden war ich um 19:30 wieder am Parkplatz Rosstratte. Und im Tal hatte es 6 Grad plus.

1. März
Radrunde Pyramidenkogel
Pause für die Winterausrüstung, daher kommt das Radl zum ersten ordentlichen Einsatz des Jahres. Von Villach radelte ich entlang der Drau vorbei an Drauschleife und Föderlacher Schotterteich über Wudmath nach Schiefling, weiter zum Keutschacher See und von dort auf den Pyramidenkogel. Zurück fuhr ich über St.Niklas und Tschinowitsch (Besuch bei meiner Mutter im Pflegeheim), insgesamt war ich 78 km und 4 Stunden unterwegs.

 


7. März

Schneeschuhwanderung auf den Falkert (2.308 m) und Rödesnock (2.310 m)
Nach ein paar Tagen wetter- und motivationsbedingter Pause machte ich heute wieder eine Tour mit den Schneeschuhen: Von der Heidi Alm ging ich auf den Falkert, wo am Gipfel schon fast Platzmangel herrschte. Nach ein paar Fotos ging ich dann in Richtung Süden die Senke hinunter, dann auf der östlichen Seite weiter zum Rödresnock. Dieser Gipfel war kaum besucht, die Aussicht ein Traum: von der Pack im Osten sieht man bis zur Hochalmspitze im Westen, die Karawanken strahlen in der Sonne im Süden. Zurück auf die Heidi Alm ging ich zwischen den beiden Bergen, nach insgesamt 7 km war ich wieder beim Auto.

Nach so vielen und vor allem schönen Touren habe ich mir eine Auszeit verdient, eine 3wöchige Reha-Kur in Bad Ischl